Alias Lanuda "Ordini Diversi. Due mondi in equilibrio" ph. Norberto Pezzotta

Alias präsentiert “Ordini Diversi. Due mondi in equilibrio”

Das fotografische Projekt von Norberto Pezzotta, das dem Lanuda-Stuhl von Riccardo Blumer gewidmet ist.

Für das Projekt „Interpreting Something Else“ realisiert der Fotograf Norberto Pezzotta die Serie Ordini Diversi. Due mondi in equilibrio, mit der er den von Riccardo Blumer entworfenen Stuhl Lanuda neu interpretiert und ihn in ein Zeichen, ein Modul, ein konstruktives Element verwandelt. Durch die Sprache der Mehrfachbelichtungen vervielfacht und verwandelt sich der Stuhl und lässt flüchtige visuelle Strukturen entstehen, die zwischen rationaler Strenge und natürlicher Landschaft schweben. Die Entscheidung, einen Aluminiumstuhl in der Natur zu platzieren, ist nicht zufällig, sondern eröffnet eine weitere Bedeutungsebene im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit. 

Aluminium, ein unendlich recycelbares Material, wird zum Symbol einer verantwortungsvollen und zirkulären Gestaltungsidee. In die Landschaft eingefügt, tritt er nicht als Fremdkörper auf, sondern deutet eine mögliche Kontinuität zwischen Industrie und Umwelt, zwischen Artefakt und natürlichem Kreislauf an und evoziert eine leichte, reversible, potenziell ewige Präsenz in seiner Fähigkeit zur Transformation. Nicht länger ein bloßer Gebrauchsgegenstand, wird Lanuda zum Maß des Raumes, zur poetischen Präsenz, zur Brücke zwischen menschlichem Erfindungsgeist und der stillen Weisheit der Natur. Die Bilder setzen künstliche Form und organische Umgebung in einen

Dialog – ohne Überlagerungen oder Kontraste: Das eine nimmt das andere auf und lässt unerwartete Harmonien entstehen. 

Das Projekt gliedert sich in drei visuelle Erzählungen, drei Unterschiedliche Ordnungen, die ebenso viele Landschaften erkunden:

• Im Wald. Der Stuhl ruht leicht zwischen Wurzeln und gefiltertem Licht und vervielfacht sich wie das Echo einer möglichen Ordnung. Holz und Metall treten in Dialog und spiegeln sich in gemeinsamer Leichtigkeit.
• Die Lichtung. Wie eine stille Herde setzt 

setzt Lanuda Akzente im hohen Gras. Objekt und Natur verschmelzen zu einer lebendigen, ruhigen und instinktiven Geometrie.
• Das Flussbett. Im geordneten Chaos der Steine zeichnet der Stuhl eine diskrete Ordnung und setzt Zeichen, die die Grammatik der Landschaft neu zu verweben scheinen.

Mit Unterschiedliche Ordnungen bietet Norberto Pezzotta einen Blick, der nicht nur beobachtet, sondern die Beziehung zwischen Design und Natur interpretiert und Blumers Stuhl in eine visuelle Schrift verwandelt, die den Raum misst, ihm zuhört und ihn bewohnt.